Master of the Universe – ein Film von Marc Bauder

Ich hatte nicht viele Informationen, bevor ich mir den Film „Master oft he Universe“ von Marc Bauder angesehen habe. Lediglich den Trailer hatte ich gesehen. – Und der ist wirklich sehr spannend, obwohl  von Seiten der Gestaltung sehr reduziert. Und es ist ja immer so eine Sache mit Trailern: Ein guter Trailer bedeutet noch lange keinen guten Film.

Ich war also gespannt, als ich im Kino saß. Wir mutmaßten, „haben die wohl wirklich den ganzen Film nur in einem einzigen Gebäude gedreht?“  Und ja, sie haben. Mehr oder weniger spielt die  gesamte Doku in einem aufgelassenen Bankgebäude. Es gibt nur einen Protagonisten, Rainer Voss, der sehr eloquent in mehreren Interviewsequenzen sein früheres Leben als hochrangiger Investmentbanker Revue passieren lässt. Und wie! Voss erzählt so spannend, analysiert so anschaulich, kritisiert so viel am derzeitigen Bankensystem und lässt die Zuseher dennoch wissen, dass in seinen Augen die Lösung nicht in einer einfachen Formel wie „die Banken sind böse“ zu finden ist.

Der Filmemacher setzt mutig alles auf eine Karte, reduziert auf ein paar Flugaufnahmen, Bankgebäude, leere Gänge und Interview. Dazu wenige Archivaufnahmen zum Thema Finanzkrise.  Klingt scheinbar unspannend, ist es aber überhaupt nicht! Ja, und Zufall oder nicht, auch hier stammt der alles tragende Soundtrack wieder von B. Fleischmann.

Ein fesselnder Film – nicht nur für Doku-Fans, sondern  für alle, die sich einmal so richtig über die wirklichen Hintergründe der Finanz- und Bankenkrise informieren wollen!

Jetzt neu im Kino. Empfehlung!

13/ 12/ 2013 C. W.

 

LINK: http://www.master-of-the-universe-film.de